Hallo meine Lieben,
wie ihr aus der Tagesschau ja vielleicht schon wisst, hatten wir hier gerade denn schneereichsten Winter in Istanbul
seit 30 Jahren ( oder auch 40 – jeder benutzt hier irgendwie eine andere
Jahreszahl, damit es auch ja dramatisch klingt).
Ausnahmezustand in Istanbul: vereiste Flughäfen und Verkehrschaos,
aber viele wussten es mit Humor zu nehmen und so entstand in Istanbul
regelrecht ein Wettbewerb um den schönsten Schneemann, während sich Jung und Alt Schneeballschlachten auf den völlig zugeschneiten Straßen
lieferten.
Der viele Schnee mochte ja ganz spaßig sein, wenn man aber gerade
erst in das bestimmt älteste Haus Istanbuls gezogen ist und die (immerhin
vorhandene) Heizung das Zimmer von 8 auf gerade mal 11 Grad heizt, dann ist man
von dem Schnee vielleicht nicht ganz so begeistert wie der wegen seines allerersten
Schnees ganz aufgeregt durchs Wohnzimmer hüpfende, portugiesische Freund meiner
Mitbewohnerin.
Wie schön aber, wenn man dann lieben Besuch hat, der sich ein (halbwegs) warmes Airbnb Apartment gemietet hat und einem Unterschlupf gewährt, so dass man irgendwie zum Besuch des Besuchs wird – vielen Dank an dieser Stelle noch mal.
Und dann eine Woche später „als ich die Vorhänge aufzog, wurde ich von der Sonne geblendet. Aber so war eben Istanbul. Erst wurde man tagelang mit Regen, Wind und Kälte geplagt, und als fühlte die Stadt sich danach schuldig, schenkte sie einem mitten im Winter einen Frühlingstag.“ (aus: Züflü Livaneli, Serenade an Nadja).
Und so hoffe ich nun auf viele solcher Frühlingstage im Winter, bis dann der wahre Frühling uns hoffentlich bald erreicht.







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